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#4 Stammesreise nach Wisum - Ethnie Achuar

  • lethim96
  • 17. Dez. 2023
  • 4 Min. Lesezeit

Adi und ich sind am Montag, den 2. Oktober, um 8:00 Uhr morgens mit dem Flugzeug der SAM Richtung Wisum geflogen. Nach 3 Stunden Flug waren wir da. Unsere Sachen wurden aus dem Flugzeug geschaffen und danach gab es eine kurze Dorfsversammlung.



Man hat uns den Leuten vorgestellt und wir haben kurz geklärt, wo der Brunnen gebaut werden soll. Am Nachmittag noch haben wir mit der Bohrung begonnen und eine Tiefe von 4 Metern erreicht. Am Dienstag sind wir sehr gut mit der Bohrung voran gekommen und haben eine Tiefe von 17,34 Metern erreicht. Bei 11 Meter sind wir auf Wasser gestoßen. Mittwochs haben wir dann das Brunnenloch auf 6 Zoll aufgebohrt. Das war harte Arbeit, da zwei kleine Steinschichten das schnelle Bohren erschwerten. Am Donnerstag konnten wir dann schon damit beginnen, die Rohre zusammenzukleben und in das Brunnenloch hineinzulassen. Wir sind auch an diesem Tag zu der Nachbarssiedlung gefahren, weil sie den `Aniversario` der Siedlung gefeiert haben und wir dazu eingeladen wurden. Am Freitag nach dem Gottesdienst dann der kompliziertesten Teil: Wir haben einen kleinen Zementsack hinuntergelassen, der den Brunnnen von unten verschließt. Als wir dann die Stange rausgezogen haben, fehlte uns die Verbindungsstange vom Rohr. Sie war im Brunnen stecken geblieben. Mit viel Gebet und Gottvertrauen haben wir dann das Verbindungsstück am Nachmittags wieder rausholen können, aus einer Tiefe von 16 Metern. Gott hat diesen Nachmittag ein Wunder getan! Den Samstag darauf haben wir das ganze ´´Innenleben´´ vom Brunnen zusammengebaut. Am Morgen um 5:00 Uhr erst einmal Gottesdienst, gefrühstückt und dann mit der Arbeit begonnen. Es gab einpaar Anpassungsschwierigkeiten als wir das Gestell vom Brunnen aufgebaut haben, aber zum Schluss hat alles gut geklappt. Auch konnten wir noch einen Teil zementieren.



Am Sonntag gab es um 5:00 wieder einen Gottesdienst wo Adrian Friedli (Missionar) eine Predigt gebracht hat. An diesen Tag sind wir auch zu einer anderen Comunidad mit den Namen ´´Warwinza´´ gefahren. In diesem Dorf wollen wir im Jahr 2024 einen Brunnen machen. In dem Dorf lebt ein Pastor, der im Bibelinstitut Cashibo studiert. Im Dorf gab es Internet (ja, im Dschungel gibt es auch Internet) und so konnte ich dann noch ein wenig mit Gabi telefoniern. Die Reise haben wir mit dem Boot gemacht. Hin und Rückfahrt haben jeweils 3 Stunden gedauert. Am Montag darauf haben wir fertig zementiert, danach einen ruhigen, regnerischen Tag genossen. Dienstag wurden dann noch Kleinigkeiten am Brunnen gemacht und wir haben nochmal Zeit mit den Leuten aus der Comunidad genossen. Am Abend haben wir dann noch unsere Sachen gepackt und sind früh schlafen gegangen, weil uns am Mittwoch eine lange Rückreise bevorstand.



Mittwochs sind wir dann ungefähr so um 8:00 mit dem Boot losgefahren Richtung San Lorenzo. Den ersten Tag sind wir 10 Stunden mit dem Boot gefahren. Wir haben in der Comunidad Namens Limoncocha übernachtet und sind am Donnerstag 4:30, noch bei Dunkelheit, weitergefahren. Donnerstag haben wir dann 14 Stunden im Boot verbracht. Als wir im Dorf Recreo ankamen hat uns der Mann einer Missionarin mit einem Furgon abgeholt und nach 40 Minuten Fahrt waren wir dann in der Stadt San Lorenzo. In San Lorenzo haben wir in einem Hospedaje übernachtet. Wir haben am Freitag eine Agencia gesucht, die unser Gepäck nach Pucallpa bringen kann und Tickets für die Bootsfahrt nach Yurimaguas gekauft. Am Nachmittag haben wir noch das Landstück der Achuars in San Lorenzo besucht. Da arbeiten Indigene und Missionare an einer Bibelübersetzung in ihrer Sprache. Am Samstag früh, um 4:30 Uhr, sind wir dann mit einem Boot nach Yurimaguas gefahren. Die Fahrt dauerte 8 Stunden. Von Yurimaguas sind wir dann mit dem Colectivo (Taxi) nach Tarapoto gefahren. Nach zweieinhalb Stunden Fahrt sind wir in Tarapoto angekommen. Wir haben in einem Hospedaje eingechekt und noch einige Sachen in der Stadt erledigt. Am Sonntag sind wir dann mit den Nachtbus um 14:00 Nachmittags losgefahren Richtung Pucallpa. Nach 16 Stunden Fahrt sind wir dann um 6:15 Montags früh froh und munter zu Hause angekommen.



Dank und Ehre gebührt Gott der uns auf der ganzen Reise bewahrt hat. Er war da als wir den Brunnen gemacht und Wasser gefunden haben. Er war da, als es uns körperlich nicht so gut ging. Er war da, als wir in einigen Situationen nicht weiter wussten.

Auf dieser Reise ist mir ein Vers sehr wichtig geworden, der mir während unserer schwierigen Situation Gott gezeigt hat und ich gerne mit euch teilen möchte.

Psalm 90, 16 - 17

Zeige deinen Knechten deine Werke und ihren Kindern deine Herrlichkeit. Und der HERR, unser Gott, sei uns freundlich und fördere das Werk unserer Hände für uns; ja, das Werk unserer Hände wolle er fördern!

Gott ist da, er ist mit seiner Hilfe da. Aber er möchte das wir ihm um Hilfe bitten. Doch so oft steht uns unser Stolz im Weg und wir glauben, wir schaffen es aus eigener Kraft.

Dabei erwartet uns Jesus mit offenen Armen und einem liebevollen Blick.



Schon Dezember?

Wir können nicht glauben, wie schnell 6 Monate rumgegangen sind. Die Adventszeit ist in vollem Gange und das Jahr ist schon bald zu Ende. Wir danken euch von Herzen für eure Unterstützung und euer Interesse. Und damit:


Frohe Weihnachten und ein gesegnetes neues Jahr!







Mit viel Liebe,

Jinel und Gabi

 
 
 

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