#10 Huch, wo ist die Zeit hin?
- lethim96
- 28. Nov. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Der 10te Rundbrief lässt auf sich warten...dieses Halbjahr war ein Wirbelwind aus Neuem, Bekanntem und ganz viel `Mal schauen was noch kommt`.
Dankbar reisten wir nun zu dritt nach Cashibo. Unsere Kleine machte die viertstündige Reise schlafend mit. :) Einpaar Tage Lima; danach schafften wir es zeitig für die `Cena de Despedida` und die `Clausura` nach Cashibo.
Sofort nach unserer Ankunft gab es einige Überraschungen wegen unseren Dokumenten. Wir sind dankbar das wir nun doch alles klären konnten und selbst Victoria mittlerweile ihr Ausländervisa hat.
Wir finden uns gut zurecht zu dritt; es wird auf jeden Fall wirklich nicht langweilig. Zum Beispiel schreibe ich (Gabi) diesen Rundbrief mit einer Hand während Victoria auf meinem Schoß mit einer leeren Flasche spielt...
Cashibo ist Zuhause geworden und unsere Tochter hier aufwachsen zu sehen bedeutet uns viel. Trotzdem ist es herausfordernd so weit weg von allem zu sein, was wir uns vorgestellt hatten.
Über die letzten Monate gibt es immer wieder Invasionsversuche auf dem Nachbarland. Immer wieder hören wir Schüsse fallen, ausserdem gab es einige Diebstähle bei unseren Nachbarstationen. Brände haben wir hingegen in diesem Jahr nur einen löschen müssen. Das ist eine grosse Erleichterung, wenn wir uns an letztes Jahr erinnern.
Der Bibelschulblock der IBIENA läuft in diesem Halbjahr nur über zwei Monate, somit sind wir mittlerweile schon wieder beim Abschluss angelangt. Das heist für alle auf der Station mitanpacken fürs Abschiedsessen und Abschlussgottesdienst. Cashibo auf Hochtouren; ein emsiges Getreibe.
Beim Brunnenbauteam gab es auch wieder Betrieb. Im Oktober ging es für Jinel auf Stammesreise. Im folgenden Abschnitt nimmt er euch mit an den Rio Purus zu den Sharanahua.
Stammesreise nach Santa Margarita, Rio Purus, Ethnie Sharanahua
Am 3. Oktober ging es los nach Puerto Esperanza. Die Abreise wurde durch dichte Wolken verzögert und so ging der Flug erst um 10. Nach zweieinhalb Stunden waren wir in Puerto Esperanza, ein kleines Städtchen das überwiegend von Indigenen bewohnt wird.
Am Rio Purus gibt es 8 verschiedene Ethnien: Sharanahua, Junikuin, Culina Madija, Mastanahua, Shitonahua, Yine, Capanahua und, die noch nicht zivilisierten, Mashco Piros.
In Puerto Esperanza reparierten wir gleich einen ´PequePeque´- Motor und blieben über Nacht bei einer Sharanahua Familie.
Am nächsten Tag ging es los nach Santa Margarita. Nach 6 Stunden Bootsfahrt erwartete uns eine Begrüssung und unser Haus. Am Sonntag dann zwei Gottesdienste, Vormittags und Abends.
Montag begannen wir mit der Arbeit: Der Zementboden wurde aufgespitzt und der alte Mechanismus und die Pfosten entfernt. Danach wurde die Plattform des Brunnen stabilisiert und der neue Mechanismus installiert.
Am Dienstag haben wir dann weiter verschiedene `PequePeque´- Motoren repariert und mit den Leuten aus dem Dorf Zeit verbracht. Am Abend gab es wieder Gottesdienst. Während dem Gottesdienst versuchten Drogenhändler in ein Haus einzubrechen um Sachen zu stehlen. Nach den Erzählungen der Dorfbewohner nichts unnormales.
Mittwochs bauten wir ein Dach über den renovierten Brunnen und am Abend gab es wieder einen Gottesdienstversammlung. Es war schön mitanzusehen, wie die Kinder sowie Erwachsene Geschichten aus der Bibel hören wollten. Nach dem Gottesdienst berichtete Remigio del Aguila, wie man versucht hat, die Mashco Piros zu erreichen und wie die Zivilisation der Mastanahua zustande kam.
Ist es nicht unglaublich, dass es im Jahr 2025 noch immer Menschen gibt, die nicht Kontakt zur Zivilisation haben; noch nicht von Gott gehört haben?
Am Donnerstag haben wir dann unsere Sachen gepackt und sind wieder nach Puerto Esperanza gereist.
Am Freitag holte uns der Flug der SAM ab und brachte uns sicher wieder nach Hause.
Nun bricht also die Weihnachtsfreude bei uns ein. Einbisschen Heimweh auch. So schnell ist dieses Jahr vergangen. Vor kurzem waren wir zu Weihnachten in Paraguay.
So riesige Wunder haben wir in diesem Jahr erleben dürfen.
Wir freuen uns auf die Weihnachtszeit hier im Dschungel, es sieht anders aus als in Paraguay aber wir geniessen es sehr.
Und damit wünschen wir euch eine gesegnete Adventszeit.

Betet mit uns für:
Die Heimreisen unserer Studenten und ihr Ankommen in ihrem normalen Umfeld.
Die Sicherheit der Station. (Invasionen, Diebstähle)
Entscheidung für unsere Zukunft.






































































































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